


MÓR
"WENN MÓR, DANN EZERJÓ"
MÓR IST DIE HEIMAT VON EZERJÓ
Es ist ein hauptsächlich Weissweingebiet
Fläche 730 Hektar, bestockt 412 Hektar
Unser Winzer
Paulus
Geografische Lage

Das Weingebiet Mór, gelegen im Herzen Ungarns, ist ein verstecktes Juwel für Weinliebhaber, insbesondere für Fans von Weissweinen. Die Weinregion Mór liegt im Nordwesten Ungarns, eingebettet zwischen den Bakony- und Vértes-Gebirgen.
Der Boden und das Klima
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Der Boden in der Region Mór besteht aus einer Mischung von Löss und Kalkschutt, auf den höheren Hängen über Dolomit und Kalkstein.
Das Klima in dieser Region ist mässig kühl und relativ niederschlagsreich. Das kühle Klima begünstigt die Herstellung von Schaumweinen.
Ezerjó: die traditionsreiche ungarische Rebsorte und unser Winzer

Ezerjó ist eine der bekanntesten und ältesten weissen Rebsorten Ungarns. Sie wird für die Herstellung verschiedener Weinstile verwendet, von trockenen Weinen bis hin zu süssen, botrytisierten Varianten. Besonders im Weingebiet Mór hat diese Sorte eine lange Tradition. Früher war sie auch unter dem Namen Budai Fehér (Budaer Weiss) bekannt, was darauf hindeutet, dass sie in Buda einst sehr beliebt war.
Die Ezerjó-Rebe hat mittelgrosse, herzförmige Blätter und Trauben mit saftigen, dünnhäutigen Beeren. Diese Rebsorte ist auch ein wichtiger Elternteil für andere Sorten wie Generosa, Zenit, Zengő und Zeus.
Im Weingebiet Mór nimmt Ezerjó etwa 20% der gesamten Rebfläche ein und ist dort die Hauptsorte. Die Ezerjó-Weine aus dieser Region zeichnen sich durch ihre frische und straffe Struktur aus. Wenn Ezerjó trocken ausgebaut wird, begeistert er mit einer kühlen, knackigen Textur und oft auch einem Hauch von Öligkeit – besonders wenn er im Holzfass gereift ist. Aber auch als süsser Wein kann Ezerjó überzeugen: Hier kommen neben würzigen Noten reife Steinfrüchte zum Vorschein.
Die Geschichte des Weingebiets Mór

Die Region Mór hat eine lange und faszinierende Geschichte, die bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht. Bereits im Jahr 1138 wird in einer Urkunde der Weinberg sowie die Leibeigenen des benachbarten Dorfes Bodajk erwähnt. Dies zeigt, dass der Weinbau in dieser Gegend schon früh eine wichtige Rolle spielte. Der Name des Dorfes Mór selbst taucht erst im 15. Jahrhundert auf. Der Weinbau in der Region sich bis zum 16. Jahrhundert kontinuierlich entwickelte. Die türkische Besatzung stoppte diesen Fortschritt.
Nach dem Rückzug der Türken liessen sich Schwaben in Mór nieder und führten die mittelalterliche Tradition des Weinbaus fort. Im 18. Jahrhundert kamen deutsche Siedler in die Region und pflanzten neue Weinberge, was zur Wiederbelebung des Weinbaus beitrug. Auch der Kapuzinerorden liess sich in Mór nieder und entwickelte sich zu einem der besten Winzer der Umgebung.
In den letzten Jahren hat eine neue Generation von Winzern frischen Wind in die Region gebracht. Ihre innovativen Weine haben auch jüngere Weinliebhaber angesprochen und das Interesse an diesem traditionsreichen Weingebiet neu entfacht. Mór war einst eine herausragende Weinregion, und es scheint, als ob sie auf dem Weg ist, diese Stellung wieder einzunehmen.